Deutsch-französische Zusammenarbeit

15. Deutsch-französischer Ministerrat (22. Januar 2013)

Der deutsch-französische Jubiläumsministerrat in Berlin

50 Jahre Élysée-Vertrag – ein Grund zu feiern. Aber auch ein Ansporn für die Politiker, die einzigartige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich weiter zu vertiefen. Das ist die zentrale Botschaft von Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Hollande nach dem Jubiläums-Ministerrat beider Regierungen.

Deutschland und Frankreich werden die Verantwortung für die europäische Integration und die Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion weiterhin gemeinsam wahrnehmen. Das hoben Merkel und Hollande besonders hervor. Nach bilateralen Treffen der Fachminister trafen sich die beiden Kabinette im Bundeskanzleramt und diskutierten die künftige Zusammenarbeit. Dabei haben sie in einer Erklärung die politischen Leitlinien ihres gemeinsamen Handelns verkündet.

Zusammenarbeit in allen Bereichen
Die gemeinsamen Initiativen sollen für die anderen EU-Staaten geöffnet und in den europäischen Integrationsprozess gestellt werden. Zu einigen Themen werden bereits konkrete Verabredungen getroffen. So sollen zum Beispiel die deutsch-französischen Instrumente der Arbeitssuche ausgebaut werden. Ziel ist ein Netz von deutsch-französischen Agenturen für Beschäftigung in der Grenzregion mit der Aufgabe, grenzüberschreitendes Arbeiten alltäglich zu machen.

Die Jugend im Mittelpunkt
Die Zukunft der deutsch-französischen Zusammenarbeit hängt von der Jugend ab. Sie muss wieder für das Partnerland begeistert werden – so die eindeutige Aussage des Ministerrats. Die Partnersprache lernen, im Nachbarland Praktika machen, studieren oder auch arbeiten – dies alles soll künftig noch stärker gefördert werden. Die Arbeit des Deutsch-Französischen Jugendwerks und der Deutsch-Französischen Hochschule werden besonders gewürdigt.

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