Gemeinsame deutsch-französische Kulturprogramme in Drittstaaten

40 Jahre nach dem Elysée-Vertrag entfaltet die deutsch-französische Zusammenarbeit ihre weltweite Wirkung

Anlässlich der 40-Jahre-Feier der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags initiierten Frankreich und Deutschland im Jahr 2003 ein Förderprogramm für gemeinsame Kulturprojekte in Drittstaaten, das die enge deutsch-französische Zusammenarbeit weltweit sichtbar und erfahrbar machen soll. Die Projekte im Ausland regen den globalen interkulturellen Austausch an und verleihen auch der deutsch-französischen Zusammenarbeit kontinuierlich neue Impulse. Im Jahr 2010 hat das Programm ein Fördervolumen von 460.000 Euro erreicht.

Welche Kulturprojekte werden gefördert?

* Die Projekte sollen im Ausland die deutsch-französische Partnerschaft spürbar machen. Sie sollten sich dabei durch einen Mehrwert auszeichnen, der durch eine deutsche oder französische Aktivität allein nicht erreicht werden kann.
* Die Projekte sollen Relevanz und Nachhaltigkeit für die Beziehungen zum Gastland entfalten, in Beziehung zur dortigen kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Situation stehen und Aussicht auf eine über das Ereignis hinausreichende längerfristige Wirkung haben.
* Die Projekte sollen gemeinsam mit örtlichen Partnern entwickelt und durchgeführt werden, die einen eigenen finanziellen Beitrag leisten.

In jedem Land außerhalb Deutschlands und Frankreichs und in jeder Kultursparte können Projekte gefördert werden.

Beispiele für 2010 unterstützte Vorhaben:
das Projekt zur Restauriering alter Musikinstrumente und zur Wahrung des musikalischen Erbes in Armenien; Das "Intercultural Network for Contextual Art in the Public Space" in Cuba; wie in den Vorjahren auch schon das Freiluftkino-Projekt "IMAGeIN’AIR" im Kosovo; oder die Workshops für Kunsthochschulabsolventen "Feldstärke 2010".

Organisation

Die Fördersummen können bis zur Hälfte der Gesamtkosten, max. 25.000 Euro betragen.

Ausgearbeitet werden die Projekte gemeinsam in den deutschen und französischen Auslandsvertretungen oder den Kulturinstituten vor Ort. Die Auslandsvertretungen senden die Projektunterlagen an das französische Außenministerium und das Auswärtige Amt. Zu Jahresbeginn (zuletzt im Februar 2010) werden die besten Projekte durch eine 12-köpfige deutsch-französische Jury unter Vorsitz der Kulturdirektoren beider Außenministerien ausgewählt.

Und in Zukunft?

Seit Einrichtung des Fonds hat sich die Anzahl der eingereichten Projekte ständig erhöht – auch der Kreis der antragstellenden Länder erweitert sich kontinuierlich. Mittlerweile wurden über 400 deutsch-französische Projekte gefördert, 2010 erhalten 59 Projekte in 53 Ländern einen Zuschuss aus dem Elysée-Fonds.

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